Virtual & Mixed Reality – Hardwareübersicht 2017/18

//Virtual & Mixed Reality – Hardwareübersicht 2017/18

Virtual & Mixed Reality – Hardwareübersicht 2017/18

Kaum sind die ersten Brillen für Virtual Reality auf dem Markt, basteln die findigen Hersteller und Entwickler auch schon an den Nachfolgemodellen, aber auch die Konkurrenz schläft nicht und hat eigene Eisen im Feuer.

Wer sich derzeit überlegt, ein Virtual-Reality-Headset zu kaufen, sollte mit seiner Entscheidung vielleicht noch ein paar Monate warten, denn die neueHardware steht bereits in den Startlöchern.

HTC Vive Update – Belüftet und Kabellos

Die HTC Vive war im April 2016 eines der ersten verfügbaren Head-Mounted-Displays und wurde laut Prognosen bisher knapp 500.000 Mal verkauft.

Zwar können wir bis dato noch kein echtes Nachfolgemodell erwarten, da der Hersteller dies erst entwickeln möchte, wenn genügend „technische Innovationen“verfügbar sind.
Zumindest im Zubehörbereich erwartet uns in den nächsten Monaten aber eine ganze Menge, um das aktuelle Gerät in technischer Hinsicht aufzuwerten.

Der Kabelstrang zum PC ist vielen ein Dorn im Auge, da man sich häufig selbst einwickelt und Roomscale durch die Kabellänge begrenzt ist.
Die von HTC in Zusammenarbeit mit Intel entwickelte Lösung HTC Wireless setzt auf Intels WiGig Technologie und wird das Headset endlich autark machen.
Noch nicht bekannt ist, ob es sich wie bei TPCast um ein Addon handelt oder eine gänzlich neue Hardware. Auch zum Release-Datum gibt es bis dato noch keine konkreten Angaben.

Bei Vive and Chill handelt es sich um von einem Dritthersteller entwickeltes Addon, das mit optional montierbaren Ventilatoren den Hitzestau unter dem Gerät und damit die sonst üblichen Schweißausbrüche verhindern soll. Das Projekt kann momentan über Indiegogo unterstützt werden.  Das Fundingziel von 5.000$ wurde bereits um über 400% überschritten.

Auch über die Controller hat man sich Gedanken gemacht. Die neuen Vive Knuckles haben jetzt einen Bügel und zusätzliche Knöpfe, die es erlauben jeden Finger einzeln zu steuern.
Sollte dies gut umgesetzt werden, könnte sich die HTC Vive bezüglich der Steuerung an die Spitze der Virtual Reality Headsets setzen.
Erste Entwicklerversionen wurden bereits ausgeliefert, so wird zum Beispiel Arizona Sunshine Entwickler Vertigo Games bei ihrem neuen VR Strategiespiel Skyworld auf die neuen Knuckles von Valve setzen. Einer Veröffentlichung noch in diesem Jahr steht im Grunde nichts mehr im Wege.

Acer Mixed Reality HMD – VR zum kleinen Preis?

Mixed Reality wurde von Microsoft entwickelt und ist eine Mischung aus Virtual Reality und Augmented Reality oder mit anderen Worten: Man bringt echte Gegenstände und die Umgebung in die virtuelle Welt.
Anstatt sich selbst die Finger schmutzig zu machen, entwickelt Microsoft die erforderlichen Headsets aber nicht selbst, sondern lässt entwickeln. Und zwar unter anderem von Acer, HP und Lenovo. Acer ist jetzt einer der ersten Hersteller, die ein solches Headset auf den Markt bringen.

 


Mit 1440 x 1440 Pixel ist die Auflösung des Acer HMD durchaus passabel, allerdings setzt man auf LCD-Bildschirme statt OLEDs, was den Gesamteindruck verschlechtert. Auch die Displayfrequenz ist bedingt durch die LCD-Technologie etwas niedriger. Dafür ist das Gerät völlig autark und insgesamt sehr schlank.
In der Front sind zwei Weitwinkel-Kameras und verschiedene Gyrosensoren untergebracht, welche die Umgebung scannen und die Kopfbewegungen aufnehmen.

Im Ersteindruck funktioniert das Ende 2017 für 299 $ erscheinende Headset ganz gut, allerdings liegt der Fokus völlig anders als bei der Vive oder der Oculus Rift, denn es gibt viel weniger zu rendern als bei den Gaming-Anwendungen und abseits von Windows 10 gibt es bisher noch keine wirklichen Anwendungsformen. Das kann sich allerdings selbstverständlich noch ändern.

Oculus Pacific – Kein echtes Update

Auch wenn es sich so anhört, ist die Oculus Pacific kein Update zur Oculus Rift, sondern ein parallel dazu entwickeltes Produkt, das für den mobilen Markt gedacht ist. Deshalb ist es mit dem Preispunkt von 200 $ auch wesentlich billiger als sein großer Bruder.

Zu den Displays gibt es bis dato noch keine genauen Daten, allerdings soll die Brille über einen eingebauten Qualcomm Snapdragon-Prozessor verfügen, den man aus vielen Smartphones kennt. Das ist auch der Grund, warum man Letzteres für den Betrieb nicht benötigt, was die Oculus Pacific komplett autark macht.

Ein hochauflösendes Grafikfeuerwerk darf man mit Sicherheit nicht erwarten und auch auf Positions oder erweitertes Head-Tracking muss man abseits von simplen Gyrosensoren verzichten. Kameras sucht man vergeblich, aber immerhin eine Fernbedienung soll zur Steuerung der Apps dabei sein. 2018 soll die Oculus Pacific auch hierzulande in den Regalen stehen und könnte für Anwender interessant sein, die über kein potentes Smartphone verfügen und sich dennoch VR nicht entgehen lassen möchten.

 

FOVE – Das next Generation Headset?

Mit einem Preispunkt von 600 $ liegt das nächstjährig erscheinende VR-Headset FOVE durchaus im Premium-Bereich, soll dafür aber auch eine ganze Menge bieten. Die technischen Daten können bereits jetzt überzeugen: Mit 2560 x 1440 Pixel auf zwei Displays und einer Bildrate von 70 fps liegt man deutlich über der bisherigen Konkurrenz. Der Blickwinkel kann dabei bis zu 100 Grad erreichen. Eingebaut sind in das Gerät ein „Orientation Tracker“ sowie ein Infrarot-basiertes Positions- und Augen-Tracking. Zu guter Letzt kann die ebenfalls integrierte Kamera auch zur Analyse der Umgebung genutzt werden.

Dank Foveated Rendering soll es trotz der höheren Auflösung keine Performance-Probleme geben. Dabei wird nur der Bereich scharf gerendert, den man direkt ansieht, während die Umgebung ausgehend vom Mittelpunkt proportional unschärfer wird. So wird die Last auf die Grafikkarte merklich verringert und es kommt seltener zu Einbrüchen in der Framerate.

Mit der FOVE richtet man sich stark an Gamer, was der Grund ist, warum sowohl SteamVR als auch die diversen Engines wie Unity, Unreal 4 und Xenko bereits nativ unterstützt werden. Auch das Open-Source Virtual-Reality Gaming (OSVR) soll voll kompatibel sein.
250 Titel sollen bis zum Marktstart mit der Brille gespielt werden können, vorausgesetzt natürlich der dafür nötige Gaming-PC ist bereits vorhanden, denn trotz der vielen Features handelt es sich nicht um eine autarke Brille.
Das SDK kann bereits jetzt gekauft werden, die Consumer-Variante soll im nächsten Jahr in den Handel kommen.

Von | 2017-07-27T00:47:23+00:00 Juli 27th, 2017|News|0 Kommentare

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