Gamescom: Trackinghandschuh „Glove One“ ausprobiert

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Gamescom: Trackinghandschuh „Glove One“ ausprobiert

Obwohl es im Consumer-Bereich in diesem Jahr nicht viel neues in Sachen VR zu sehen gab, konnte man im Business Bereich durchaus einiges entdecken.
Neben den vielen Indie Projekten an den einzelnen Ständen gab es auch auch Hardwaretechnisch das ein oder andere zu sehen.
So befand sich unmittelbar neben dem Stand von #Swissgames der Stand des Unternehmens Neurodigital Technologies.  

Die Spanier zeigten uns ihren Trackinghandschuh „Glove One“ und beantworteten uns einige interessante Fragen.

Technisch gesehen hat sich seit dem Ersten Prototypen aus dem Jahr 2015 einiges geändert. So setzten die Spanier damals noch auf die Tracking Technologie von Leap Motion. Der große Nachteils des Verfahrens: Man musste die Hand permanent in das Sichtfeld der Trackingkamera halten, damit die Fingererkennung funktioniert.

In einer neueren Version der über Kickstarter finanzierten Handschuhe setzt Neurodigital Technologies auf eine, in Zusammenarbeit mit Leap Motion entwickelte Trackingtechnologie. Diese IMU-Sensoren können dann in der Zukunft nicht nur an den Handschuhen untergebracht werden, sondern auch an Armen, Beinen und dem vollständigen Körper.

 

Die von uns getesteten Handschuhe nutzt jedoch nicht diese Technologie, sondern einen am Unterarm angebrachten Vive Tracker. Dieser übernimmt das räumliche Tracking der Handschuhe über Valves Lighthouse System.
Die integrierten Sensoren der einzelnen Finger erkennen wie stark die Finger angewinkelt bzw. ausgestreckt sind.
Das ganze hat zwar relativ gut funktioniert, doch gab es immer wieder große Aussetzer. So funktionierte das Tracking zeitweise garnicht, oder die Anwendung, eine kleine Bogenschieß-Simulation hing sich komplett auf.

Das haptische Feedback der Handschuhe ist nicht der Rede wert. In jedem Finger befinden sich kleine Vibrationsmotoren. Diese fangen an zu vibrieren sobald man ein virtuelles Objekt berührt. Wie bei einem herkömmlichen Controller, nur für jeden Finger einzeln.

Auf Nachfrage wie es um das eigene Tracking-System steht und ob man dieses nicht auch zeigen könne, wurde uns gesagt das man Mitten in der Testphase steckt und einige Technische Hindernisse noch zu überwinden wären.

Ein Blick auf die Homepage von Neurogital Industries zeigt jedoch das sich unter dem namen „Avatar VR“ ein Handschuh mit den oben genannten Features in Entwicklung befindet. Dieser kostet jedoch 1.100€. Im Vergleich zum 299€ günstigen Glove One, natürlich nicht mehr ganz so günstig.

Die Preise gelten immer nur für EINEN Handschuh. So zahlt man für vollständiges Tracking beider Hände bei „Avatar VR“ knapp über 2000€ und beim ursprünglichen Glove One knapp 600€ . Der dazugehörige Vive Tracker ist nicht im Preis enthalten und kostet nochmals 119€ pro Hand.

 

Bei unserem Besuch konnten wir den teuren Trackinghandschuh „Avatar VR“ leider nicht selbst testen, da es anscheinend gerade einige Probleme bei der Kalibirierung gabe. Im Bild kann man jedoch schon einen Blick auf die Handschuhe werfen.
Während die Avatar VR  Handschuhe in blau gehalten sind, bestechen die Glove One mit einem Grünton und dem aufgestickten Logo „G“ .

Von | 2017-08-25T19:44:47+00:00 August 25th, 2017|Hardware, News|0 Kommentare

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